Vertragsverwaltung

Die 5 häufigsten Fehler im Vertragsmanagement kleiner Unternehmen

Pascal Gerber
Dank dem Vertragsmanagement von Komit hat Bruno seine Verträge im Griff

Ein Vertrag läuft aus. Niemand hat es gemerkt. Und plötzlich sitzt du in einer Verlängerung, die du so nie wolltest. Das passiert nicht nur in Grosskonzernen. Es passiert jeden Tag in kleinen Unternehmen, weil Vertragsmanagement dort oft kein System kennt.

Warum kostet schlechtes Vertragsmanagement so viel?

Laut World Commerce and Contracting verlieren Unternehmen im Durchschnitt 9,2 Prozent ihres Jahresumsatzes durch schlechtes Vertragsmanagement. Für ein KMU mit 2 Millionen Franken Umsatz sind das potenziell 184'000 Franken pro Jahr. Nicht durch schlechte Produkte. Durch verpasste Fristen, unklare Zuständigkeiten und fehlende Übersicht.

Kleine Unternehmen haben selten eine Rechtsabteilung. Verträge werden neben dem Tagesgeschäft verwaltet, oft von der Person, die gerade Zeit hat. Das führt zu fünf typischen Fehlern.

«Besonders tückisch sind Verträge mit Evergreen-Klauseln: Sie verlängern sich automatisch, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird.»

Portrait von Pascal Gerber
Pascal Gerber - CEO Komit AG

Diese 5 Fehler sehen wir immer wieder

 

1. Kein zentrales Vertragsarchiv

Verträge liegen verstreut: in E-Mails, auf geteilten Laufwerken, im Ordner auf dem Schreibtisch. Wer schnell wissen will, was in einem Lieferantenvertrag steht, braucht dafür 20 Minuten statt 20 Sekunden. Manchmal findet man das Dokument gar nicht mehr.

71 Prozent der Unternehmen können 10 Prozent oder mehr ihrer Verträge nicht lokalisieren. Das ist kein Ablage-Problem. Das ist ein strukturelles Problem. Ohne zentrales Archiv mit Suchfunktion bleibt Finden statt Suchen ein frommer Wunsch. Im KMU-Alltag bedeutet das: Jedes Mal, wenn ein Vertrag benötigt wird, beginnt eine kleine Suchaktion, die Zeit kostet und anderswo fehlt.

 

2. Fristen werden nicht aktiv verfolgt

Kündigungsfristen, Verlängerungsoptionen, Preisanpassungsklauseln: Diese Daten stehen im Vertrag, aber nirgends in einem System mit Erinnerungsfunktion. Die Folge ist eine stille automatische Verlängerung oder eine Frist, die verpasst wird. Ein einzelner übersehener Vertrag kann schnell mehrere tausend Franken kosten, ohne dass jemand aktiv etwas falsch gemacht hat.

Besonders tückisch sind Verträge mit Evergreen-Klauseln: Sie verlängern sich automatisch, wenn nicht fristgerecht gekündigt wird. Wer das nicht im Blick hat, bezahlt im Zweifelsfall zwölf weitere Monate für ein Abo, das er längst nicht mehr braucht.

 

3. Unklare Zuständigkeiten

Wer ist für diesen Vertrag verantwortlich? Oft gibt es keine klare Antwort. Im KMU trägt mal die Geschäftsleitung, mal der HR-Manager, mal die Buchhaltung die Verantwortung. Ohne feste Zuweisung fühlt sich niemand zuständig, bis es zu spät ist.

Gartner stellt fest, dass unklare Eigentümerschaft bei Verträgen zu den Hauptursachen für Zeitverlust und Fristversäumnisse gehört. Das Problem verschärft sich, wenn Mitarbeitende das Unternehmen verlassen: Wissen über laufende Verträge geht mit ihnen verloren, wenn es nicht dokumentiert und einer Person klar zugewiesen ist.

 

4. Keine Versionskontrolle

Vertrag Version 3 oder Version 5? Welche wurde tatsächlich unterzeichnet? Ohne klare Versionierung kursieren mehrere Fassungen eines Dokuments gleichzeitig. Das ist ein Risiko, besonders wenn es später zu Streitigkeiten kommt.

Im schlimmsten Fall gilt eine veraltete Version als Vertragsgrundlage. Das passiert häufiger als man denkt: nach einer Verhandlungsrunde gehen mehrere Entwürfe per E-Mail hin und her, niemand markiert klar, welche Fassung die verbindliche ist, und ein halbes Jahr später weiss niemand mehr, auf welcher Basis man eigentlich unterschrieben hat.

 

5. Vertragsmanagement als Nebensache behandelt

In vielen KMU wird Vertragsmanagement nicht als eigenständiger Prozess verstanden, sondern als Teil von etwas anderem: HR, Einkauf, Geschäftsleitung. Das führt dazu, dass Verträge irgendwo anfangen und nirgendwo enden.

Ein Vertrag ist ein lebendiges Dokument mit Phasen, Fristen und Verantwortlichen. Wird er so nicht behandelt, entstehen Lücken. Und Lücken kosten: Zeit beim nächsten Suchen, Geld bei der nächsten verpassten Frist, Nerven beim nächsten Streitfall.

Was hilft: Struktur, nicht noch ein Tool

Diese fünf Fehler haben eines gemeinsam: Sie entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus fehlender Struktur. Wer Verträge zentral ablegt, Fristen automatisch verfolgt und klare Zuständigkeiten definiert, legt das Fundament. Der Rest ergibt sich.

Genau dafür wurde Komit entwickelt. Nicht als weiteres Tool, das man zusätzlich befüllen muss, sondern als zentrale Struktur, die Verträge, Fristen und Verantwortliche zusammenführt.

Prüfe kurz, wo du heute stehst:

  • Gibt es ein zentrales Verzeichnis aller laufenden Verträge?
  • Ist für jeden Vertrag eine verantwortliche Person eingetragen?
  • Werden Kündigungsfristen automatisch erinnert?
  • Ist die unterzeichnete Version klar als solche gekennzeichnet?
  • Ist Vertragsmanagement als eigener Prozess definiert?

Wenn du bei einer dieser Fragen zögerst, ist genau das der Ansatzpunkt. Komit bringt genau diese Struktur in deinen Alltag, ohne Implementierungsprojekt und ohne IT-Aufwand.

Andere Tools speichern Dokumente. Komit organisiert Zusammenhänge.

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